3. Vernetzungstreffen Queere Asylwerber_innen

Protokoll zum 3. Vernetzungstreffen Asylwerber_innen-Wohnung im Queerbau

Rosa Lila Villa, 11. September 2014

Anwesend: Roland Hampl (QB), Andreas Konecny (QB), Martha-Sophie Krumpeck (TransX), Gorji Marzban (ORQOA), Gela Schwarz (WASt), Hilde Grammel (QB)

NÄCHSTER TERMIN: Donnerstag, 30.10.2014, 19.00 Uhr im Apadana – Hamburgerstr. 1, 1050 Wien

Gela berichtet, dass der Fonds Soziales Wien für unser Anliegen hauptzuständig ist (Stadträtin Wehsely), thematisch zuständig: Stadträtin Frauenberger.

Ressortübergreifendes zu organisieren ist in der kurzen verfügbaren Zeit nicht möglich.

Im Jänner 2015 veranstaltet die WASt ihre Queeren Stadtgespräche zur Situation von LGBTQI-Flüchtlingen. QB-Initiative und Tagung soll dabei erwähnt und beworben werden.

Inputs von: Shams Asadi, Menschenrechtsbeauftragte der Stadt Wien, Gorji Narzban (ORQOA), Vertreter_in von Trans X, von Rosa Lila Villa, Judith Ruderstaller (Rechtsexpertin bei Helping Hands)

Im Vorfeld des Song Contests 2014 wird Wien europaweit im Blick stehen – wir sollten jedenfalls über die rechtliche Situation von LGBTQIs in den Teilnehmer_innen-Ländern Bescheid wissen, im profil gibt es gerade eine Serie dazu. Wir sollten auch über Frontex Bescheid wissen: Anzahl der Einsätze, Kosten für die Steuerzahler_innen.

Tagung soll im Frühjahr (spätestens z.B. 11.-12.4.2015) in der Seestadt stattfinden, entweder in Fabrik Public, IQ oder im Haus einer der ersten Baugruppen.

Inhalt: Information über den Ist-Zustand (Bezug zum WASt Termin), Formulierung und Öffentlich-Machung des Anliegens, Darstellung des architektonischen und des sozialen QB-Konzeptes…

 

Wien ist stolz darauf, über 40% des gesamtösterreichischen Flüchtlingskontingents zu betreuen. Bleibt die Frage der Qualität. Aus der Situation von LGBTQI muss ein Sonderfall-Thema macht werden, z.B., eine noch nicht operierte Trans-Frau kann nicht in einem Männer- oder Frauenquartier untergebracht werden und auch nicht in der Community des Herkunftslandes. Menschen mit EU-Anbindung sollen für unsere Tagung gefunden werden, die Auskunft geben können über Gesetze bezüglich Personenstandsänderung (zuständig ist das Herkunftsland).

QB-Konzept hat Modellcharakter: geförderte Neubauten konsequent nutzen, wo Partizipation vorgesehen ist. Regelmäßiges Einkommen ist notwendig, um geförderte Wohnung zu bekommen und im Neubau angesichts des zu bezahlenden Baukostenzuschusses von rund 500€/m² (ds für 40m² 20.000€) auch ein entsprechendes Mindesteinkommen ca. 1000 €.  – Darunter ist es auch schwierig das das 1%-Eigenmittelersatzdarlehn des Landes Wien beziehen. Außerdem gibt es eine relativ geringe Anzahl an kleinen Wohnungen. Wohnbeihilfe gibt es erst nach mind. 5 Jahre Aufenthalt in Ö und Arbeitserlaubnis. Was ist mit denen, die weniger bekommen? Flüchtlinge und andere sozial ausgegrenzte Menschen sollen nicht in Ghettos untergebracht werden. Ältere Menschen müssen ja auch betreut werden und werden nach Möglichkeit nicht ghettoisiert. Den Menschen soll die Möglichkeit gegeben werden, sich einander anzunehmen. Ein bis zwei Einheiten pro neugebautem Haus müssten machbar sein, die Häuser müssen auch Klein-und Kleinst-Wohnungen enthalten. Künftige Bewohner_innen müssen vor dem Einzug sensibilisiert werden. Wer bezahlt: Bauträger, Gemeinde?

Finanzinzierung Baukostenbeitrag für QB Wohnung – Klärung, ob Crowdfunding auf der Respect.net Plattform eine Möglichkeit darstellt.

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