Queer Refugees als Vorboten großer Fluchtbewegungen

Queere Asywerber_innen| Weltweit führen Konflikte und Diskriminierung zu immer mehr Asylsuchenden. Heimische Organisationen stoßen mit ihren Unterbringungsmöglichkeiten an ihre Grenzen, eine insgesamt mangelnde Willkommenskultur im Land, zu wenige Sozialarbeiter_innen, sind weitere Aspekte die die Lage (2015, 2016) beschreiben. LGBTIQ* Flüchtlinge leiden zudem mehrfach, da sie sich selbst an den Fluchtorten nicht vor Diskriminierung sicher fühlen können.

|Que[e]rbau bemüht sich im Rahmen des Seestadt Wohnprojektes bereits seit 2012 zwei Wohneinheiten für Asylwerber_innen mitzuplanen, allerdings fehlt die Finanzierung des Eigenmittel-/Baukostenbeitrages. Es wurde bereits ein soziales Konzept für ein nachbarschaftliches und unterstützendes Zusammenleben entwickelt. Wir glauben, dass Asyl- und Integrationsfragen alle angehen und 

gemeinschaftliche Wohnprojekte ein verständiges und sicheres Umfeld für Menschen ohne Heimat darstellen können. Wir finden auch, dass die Stadt Wien ein besonderer Ort ist, wo Menschenrechte und LGBTIQ* Rechte eine vorbildliche Rolle in Europa und der Welt spielen.

Aktion im öffentlichen Raum, soll dazu beitragen, Lebensumstände, Wünsche und Träume von Betroffenen erfahrbar und verständlich zu machen…Video: Queer Asylum Seekers, QB
In der Seestadt wurde in Kooperation mit dem 2nd World Non-Congress of The Missing Things (Barbara Holub, Marie Rissinger) eine Perspektive für den Wohnungsneubau erarbeitet, die wohnungslose Flüchtlinge und Asylwerber_innen inkludiert.

Demo gegen transphobe (Asyl-) Politik in Gedenken an Hande Öncü… Demo am 14.2.2015 
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Plattformen unterschiedlicher Organisationen und Expert_innen sollen helfen eine grundsätzlich verbesserte Situation für queere Asylwerber_innen und Flüchtlinge zu etablieren. Mit Organisationen der Queer Community und jener Vereine, die mit Asylsuchenden arbeiten, wurden bereits zahlreiche Vernetzungstreffen abgehalten, um das Verständnis für die besondere Lage queerer Menschen auf der Flucht und in Heimen zu erfassen und bearbeiten zu können. Für Fragen, Möglichkeiten der Mitwirkung usw., bitte kontaktier(en) (Sie) uns!

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Queer Asylumseekers| Worldwide conflicts are leading to a growing number of asylumseekers. Domestic asylum organisations have reached a critical point when it comes to accomodation. The present situation can be further described by a missing welcome culture and too few social workers. LGBTIQ* people are suffering in multiple ways, they are even not secure of discrimination or intimidation at the shelters.

|Que[e]rbau tries to create one or two suitable asylum apartments, though there is no financing so far. There has also been elaborated a social concept for a neighbourly und supporting community life.

Action in public spaces is supposed to contribute to a better understanding of life circumstances, wishes and dreams of persons concerned…Video: Queer Asylum Seekers, QB
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Platforms of different organisations and experts have been formed to foster an improved situation for queer asylumseekers and refugees. Networking of organisations within the queer community and associations concerned with refugees are supposed to work on a better understanding for the situation of displaced people. Do not hesitate contacting us in case of any question or contribution!

9.8.2013
Russland. „Antipropagandagesetz“ gegen Lesben, Schwule und Transgender befördert rechte Ressentiments und Menschenjagd

In Russland gilt seit Juni ein Gesetz, das angeblich Kinder schützen soll, tatsächlich aber Lesben und Schwule diskriminiert. Neonazis schieben nun den Kinderschutz vor, um Homosexuelle zu jagen. Videos von Demütigungen stellen sie offen ins Netz.

Proteste deutscher Parlementarier, Aufrufe zur Ausserkraftsetzung des Gesetzes vom IOC (Olymisches Kommitee, Sotschi 2014) und US-Präs. Obama nützten vorerst nichts, in St. Petersburg wurde das „Antipropaganda-Gesetz“ bereits im Februar 2013 im Kommunalparlament verabschiedet, seit Juni gilt es in ganz Russland.

Auch gleichgeschlechtliche Paare mit Kindern seien extrem verunsichert, da sie fürchten, das Jugendamt könnte ihnen auf Basis des Gesetzes die Kinder wegnehmen. „Viele denken darüber nach, auszuwandern“…

Durch das Gesetz sei das Gefühl einer ständigen Unsicherheit und Bedrohung allgegenwärtig. Auch der Publizist Lagodinsky erklärt, dass aus einem unangenehmen nun ein aggressives Klima geworden sei.

 

Artikel Tagesschau/Das Erste, 6.8.2013 http://www.tagesschau.de/ausland/russlandjagdschwule100.html

Audiodatei Tagesschau/Das Erste, 1.8.2013 http://www.tagesschau.de/multimedia/audio/audio109880.html

taz.de http://www.taz.de/!117954/

Offener Brief von Stephen Frey Nachdem Russland angekündigt hat, dass international kritisierte Gesetz zum „Schutz der Jugendlichen vor der Darstellungen nicht-traditioneller sexueller Orientierungen“ während der Spiele auch auf Ausländer anzuwenden, zieht Fry einen deutlichen Vergleich mit der Situation für Juden in Nazi-Deutschland vor den Spielen in Berlin 1936. Denn das Gesetz habe keinen anderen Zweck, als die Rechte einer Minderheit auszuhebeln und sie zum Prügelknaben für Verfehlungen in Russland zu machen.

Stephen Freys prägnante Argumentation verdeutlicht erschreckende Parallelen zur aktuellen Situation der russischen Homosexuellen. Denn tatsächlich schützt das Gesetz nicht Jugendliche – wovor auch? -, sondern beraubt Lesben und Schwule jeder Möglichkeit, offen an gesellschaftlichen und politischen Debatten teilzunehmen und für ihre Rechte einzustehen.

 

Jugendliche haben grundsätzlich ein Recht auf Ermutigung und Unterstützung, dazu braucht es ein öffentliches Ansprechen von Minoritätsfeldern und so geht’s besser ->  http://eswirdbesser.at/

Stern Online-Artikel, 8.8.2013 http://www.stern.de/politik/ausland/homosexualitaet-in-russland-stephen-fry-fordert-olympia-boykott-in-sotschi-2048996.html

Berliner Zeitung, 8.8.2013 http://www.berliner-zeitung.de/politik/homophobie-in-russland-stephen-fry-ruft-zum-olympia-boykott-auf,10808018,23950484.html

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28.02.2014

In Uganda macht man sich nicht nur mit homosexuellen Handlungen strafbar, sondern bereits wenn man von solchen weiss und diese nicht zur Anzeige bringt.http://derstandard.at/1392686158479/Uganda-wird-Homosexuelle-haerter-bestrafen

Die ugandische Legislative hat Konsequenzen, nachdem bereits einzelne Länder ihre Finanzhilfen gestoppt haben, hat jetzt auch die Weltbank ihre Kredite für das afrikanische Land eingefroren http://derstandard.at/1392686675232/Weltbank-stoppte-Kredit-fuer-Uganda

Die kruden Haltungen in den Bevölkerung scheinen vor allem durch die Kirchen geprägt, so missionieren z.B. evangelikale US-Kirchen mit radikalen Ansichten…  http://derstandard.at/1392686675232/Weltbank-stoppte-Kredit-fuer-Uganda

Eine BBC Dokumentation hat sich bereits 2011 mit der Situation in Uganda beschäftigt und ist trotzdem brandaktuell. Es wird der Frage nachgegangen, woher eigentlich die Ablehnung und sogar abgrundtief bekundeter Hass gegen Menschen mit homosexuellen Neigungen kommen:

Kurze Version (13 min) https://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=pLQBJ1It1ec

Volle Version (57min) https://www.youtube.com/watch

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Iran: The Islamic Republic of Iran has executed two young homosexuals on March 2, 2014 in their state prison in Rasht, Iran Press News reported http://gayasianews.wordpress.com/2014/03/03/iran-executes-two-young-homosexuals/

Eingetragen von Andreas Konecny am 09.08.2013 18:03
Zuletzt bearbeitet von Andreas Konecny am 20.08.2013 10:09
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