Fragen und Antworten

Wieso braucht es einen que[e]ren Wohnbau?

Weil mehr selbstbestimmtes Wohnen im geförderten Wohnen das gute Zusammenleben und den gesellschaftlichen Zusammenhalt unterstützt. Wer seine unmittelbare Umgebung mitformt, interessiert sich auch für das Quartier, die Stadt, es ist eine Form der basalen Demokratie. QB richtet sich an queere, weltoffene Menschen, die ihren Lebensentwurf häufiger abseits vom Mainstream definieren wollen oder müssen. Die Häuser bietet Raum für kreative Nachbarschaften (manchmal anstrengend!) und auch ein heimisches Shelter zum Kraft schöpfen. Es erweitert die Möglichkeiten sich selbstwirksam zu erleben, das ist auch gesund.

Wie leistbar ist QB tatsächlich für queere Personen?

Die bisherigen Projekte wurden alle im Rahmen des geförderten Wohnbaus in Wien mit gemeinützigen Genossenschafts-Bauträgern verwirklicht. Am Wohnungsmarkt ist das genossenschaftliche Wohnen seit 100 Jahren eine leistbare und qualitätsvolle Variante. Zum Sozialen Wohnbau gehört neben den monetären Aspekten auch der menschliche Faktor: die soziale Nachhaltigkeit. Der Verein QB Wien unterstützt daher auch Wohnformen für jene queeren Menschen, die besonders auf gute Nachbarschaft angewiesen sind.

Wie wichtig ist die Möglichkeit des individuellen Planens der Wohnungen?

Das individuelle Mitplanen ermöglicht auf radikale Weise eine Vielfalt an Wohnungsgrundrissen – was dazu führt dass, ganz unterschiedliche Menschen, in unterschiedlichen Lebenslagen und Phasen in einem Wohnhaus zusammen leben. Es erweitert den Blick vom eigenen Leben auf andere Entwürfe und Lebenseinstellungen.